Lohnbeschichtung

Industrielle Serienfertigung in allen Stückzahlen und Bauteilgrößen

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Glossar Pulverbeschichtung – Fachbegriffe einfach erklärt

Rund um die Pulverbeschichtung fallen viele Fachbegriffe: von der Vorbehandlung über den Glanzgrad bis zum Einbrennen. Damit Sie genau verstehen, was mit Ihrem Bauteil passiert, haben wir die wichtigsten Begriffe hier verständlich zusammengefasst.

Klicken Sie einfach auf einen Begriff, um die Erklärung aufzuklappen. Ob Sie sich vor Ihrer Anfrage informieren möchten oder einzelne Details nachschlagen wollen – hier finden Sie die passende Antwort in klaren Worten, ganz ohne Fachchinesisch.

Sie haben eine Frage, die das Glossar nicht beantwortet? Sprechen Sie uns gern direkt an – wir beraten Sie persönlich zu Ihrem Projekt.

Abplatzen

Das Ablösen der Beschichtung vom Bauteil, meist als Folge mangelhafter Vorbehandlung, Verunreinigungen im Untergrund oder mechanischer Überlastung. Eine gründliche Vorbehandlung ist der wichtigste Schutz gegen Abplatzen

Aluminium

Häufig pulverbeschichteter Werkstoff. Aluminium lässt sich sehr gut beschichten, erfordert aber eine geeignete Vorbehandlung (z. B. Chromatierung oder chromfreie Alternativen), um dauerhafte Haftung und Korrosionsschutz zu gewährleisten.

Anlauffarben

Verfärbungen an Metalloberflächen, die durch Hitze oder Oxidation entstehen. Sie können die Haftung der Beschichtung beeinträchtigen und werden bei der Vorbehandlung entfernt.

Chromatierung

Ein chemisches Vorbehandlungsverfahren, vor allem für Aluminium, das eine Konversionsschicht für besseren Korrosionsschutz und bessere Haftung erzeugt. Aus Umweltgründen kommen zunehmend chromfreie Verfahren zum Einsatz

Duroplast

Kunststoffart, die beim Einbrennen dauerhaft aushärtet (vernetzt) und danach nicht wieder aufschmilzt. Die meisten Pulverlacke basieren auf Duroplasten – daher ihre hohe Beständigkeit.

Einbrennen

Der Ofenprozess, bei dem das aufgetragene Pulver aufschmilzt und zu einer festen Oberfläche vernetzt. Temperatur und Zeit hängen vom Pulver ab .

Eloxieren

Ein elektrochemisches Verfahren zur Oberflächenveredelung von Aluminium. Anders als bei der Pulverbeschichtung wird dabei keine Schicht aufgetragen, sondern die vorhandene Oxidschicht verstärkt. Eloxieren und Pulverbeschichten sind unterschiedliche Verfahren mit jeweils eigenen Vorteilen.

Entfetten

Erster Schritt der Vorbehandlung: Entfernen von Ölen, Fetten und Produktionsrückständen. Nur eine fettfreie Oberfläche ermöglicht eine gleichmäßige, dauerhafte Haftung des Pulvers.

Epoxidharz

Pulverbasis mit sehr gutem Korrosionsschutz und guter Haftung, jedoch begrenzter UV-Beständigkeit. Deshalb überwiegend im Innenbereich oder als Grundierung eingesetzt

Feuerverzinken

Aufbringen einer Zinkschicht durch Eintauchen in flüssiges Zink – ein Korrosionsschutz, der oft mit einer anschließenden Pulverbeschichtung kombiniert wird (Duplex-System). Verzinkte Teile benötigen eine besondere Vorbehandlung (siehe Outgassing).

Gitterschnitt

Prüfverfahren zur Beurteilung der Haftung: Ein Gittermuster wird in die Beschichtung geritzt, danach wird geprüft, wie viel Material sich löst. Ein gängiger Test der Qualitätskontrolle.

Glanzgrad

Maß für den Glanz der Oberfläche – von matt über seidenmatt bis glänzend. Der Glanzgrad beeinflusst Optik und teils auch die Unempfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken und Reflexen.

Grundierung

Eine zusätzliche Schicht unter der eigentlichen Beschichtung, die Korrosionsschutz und Haftung verbessert. Kommt vor allem bei stark beanspruchten oder korrosionsgefährdeten Bauteilen zum Einsatz.

Haftung

Die Festigkeit, mit der die Beschichtung auf dem Untergrund haftet. Sie hängt maßgeblich von der Vorbehandlung ab und wird u. a. per Gitterschnitt geprüft.

Korrosionsschutz

Schutz des Metalls vor Rost und Zersetzung. Pulverbeschichtung bietet einen guten Korrosionsschutz, der durch Grundierung, Verzinkung oder geeignete Vorbehandlung weiter verstärkt werden kann.

Outgassing (Ausgasen)

Das Entweichen von Gasen aus dem Werkstoff während des Einbrennens – besonders bei verzinkten Teilen oder Guss. Ausgasen kann kleine Bläschen oder Poren in der Beschichtung verursachen und erfordert eine angepasste Vorbehandlung.

Phosphatierung

Chemisches Vorbehandlungsverfahren, das eine Konversionsschicht auf Stahl erzeugt. Sie verbessert Haftung und Korrosionsschutz und ist eine gängige Alternative bzw. Ergänzung zum Strahlen.

Polyester

Häufigste Pulverbasis für den Außeneinsatz. Polyesterpulver sind vergleichsweise UV- und witterungsbeständig und eignen sich daher gut für Bauteile im Freien.

Pulverbeschichtung

Verfahren, bei dem elektrostatisch aufgeladenes Pulver auf ein Bauteil aufgebracht und im Ofen eingebrannt wird. Es entsteht eine geschlossene, widerstandsfähige Oberfläche – ohne Lösungsmittel und mit gleichmäßiger Deckung.

Pulverpistole

Werkzeug, das das Pulver elektrostatisch auflädt und auf das Bauteil sprüht. Die Aufladung sorgt dafür, dass das Pulver gleichmäßig haftet – auch an Kanten und schwer zugänglichen Stellen.

RAL-Farbsystem

Genormtes Farbsystem, das Farbtöne eindeutig über eine Nummer definiert (z. B. RAL 9005 „Tiefschwarz"). Ermöglicht eine verbindliche, wiederholbare Farbauswahl.

Sandstrahlen

Strahlverfahren mit körnigem Strahlmittel zur Entfernung von Rost, Zunder und Altbeschichtungen. Erzeugt eine aufgeraute Oberfläche für bessere Haftung. 

Schichtdicke

Die Dicke der aufgetragenen Beschichtung, meist in Mikrometern (µm) gemessen. Eine gleichmäßige Schichtdicke ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal und wird bei der Kontrolle geprüft.

Strahlen

Oberbegriff für mechanische Vorbehandlungsverfahren, bei denen ein Strahlmittel gegen das Bauteil geschleudert wird, um es zu reinigen und aufzurauen. Grundlage für gute Haftung.

Strukturpulver

Pulver, das eine fein bis grob strukturierte Oberfläche erzeugt. Strukturbeschichtungen sind unempfindlicher gegenüber kleinen Kratzern und Unebenheiten.

Thermoplast

Kunststoffart, die beim Erhitzen aufschmilzt und beim Abkühlen wieder erstarrt – auch mehrfach. Thermoplastische Pulver werden seltener eingesetzt als duroplastische.

UV-Beständigkeit

Widerstandsfähigkeit einer Beschichtung gegen UV-Strahlung. Bei geringer UV-Beständigkeit können Farben im Außenbereich ausbleichen. Für Außenteile werden daher UV-stabile Pulver (meist Polyester) verwendet.

Vernetzung

Der chemische Aushärtungsprozess beim Einbrennen, bei dem sich die Pulverbestandteile dauerhaft verbinden. Die Vernetzung gibt der Beschichtung ihre endgültige Festigkeit und Beständigkeit.

Verzinken

Aufbringen einer Zinkschicht zum Korrosionsschutz. Wird häufig mit Pulverbeschichtung kombiniert (Duplex-System) für besonders langlebigen Schutz.

Vorbehandlung

Sammelbegriff für alle Schritte, die das Bauteil vor der Beschichtung reinigen und vorbereiten – z. B. Entfetten, Strahlen, Phosphatieren. Die Vorbehandlung ist entscheidend für Haftung und Haltbarkeit.

Witterungsbeständigkeit

Fähigkeit einer Beschichtung, Regen, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung dauerhaft standzuhalten. Wichtig für alle Bauteile im Außenbereich.